Mitbestimmung der Schulkinder

Bei uns ist die Meinung der Kinder gefragt.

Sie werden dazu ermutigt, selbst Entscheidungen zu treffen und eigenverantwortlich zu handeln.

Diese Erfahrungen sind grundlegende Voraussetzungen für Verantwortungsbereitschaft und demokratisches Bewusstsein.

Im Sinne der demokratischen Erziehung können alle Kinder der Helene Helming Schule wöchentlich im Klassenrat gemeinsam nach Lösungen für ihre persönlichen Konflikte suchen und miteinander demokratisch abgestimmte Vereinbarungen treffen. Der Klassenrat wird durch einen Schüler oder eine Schülerin geleitet. Dieses Kind eröffnet die Sitzung, vergibt die Sprechzeit an die Beteiligten, fasst die Inhalte der Diskussion noch einmal zusammen und führt durch die Abstimmung. Unterstützt wird die Leitung des Klassenrates durch eine/n Protokollante/in und eine/n Regelwächter/in. Letztere/r ist verantwortlich für die Einhaltung der Regeln und darf auch an die Einhaltung erinnern. 

Hier kann regelmäßig von klein an geübt werden Verantwortung zu übernehmen, eigene Meinung angemessen zu äußern und für die persönlichen Interessen einzustehen.

Der Klassenrat wird hierbei unter Anleitung der PädagogInnen zunehmend eigenverantwortlich vorbereitet, durchgeführt, gestaltet und in Protokollen dokumentiert und reflektiert.

So teilen sich die Kinder ihre eigenen Ideen zur Schulgestaltung und Alltagsgestaltung im Klassenrat gegenseitig in besonderem Maß mit und diskutieren und planen diese. 

Die Gestaltung des Tiefseilgartens der Helene Helming Schule haben z.B. alle Kinder im Klassenrat miteinander in Gruppenarbeit in individuellen Modellen erarbeitet und präsentiert.

Diese Schuhkartonmodelle dienten dem pädagogischen Team und dem Förderverein als Grundlage zur finalen Entscheidung der konkreten Gestaltung.

Auch die Anschaffung der Turnstange und der Torwand wurde nach einer Eingabe aus den Klassenräten an das Team der Helene Helming Schule initiiert. 

Im Schuljahr 2014/15 erfolgte auf Wunsch der Kinder der Einsatz von "Streitschlichtern" in den Pausen. Diese Aufgabe übernehmen die Kinder nach einer intensiven Ausbildung durch die Sonderpädagogin oder die JahrespraktikantInnen im Anerkennungsjahr als Erzieher/in. 

Aufgabe der Streitschlichtenden ist es,  im Rahmen der Hofpause Kinder zu unterstützen, die in einen Konflikt mit einem anderen Kind geraten und Unterstützung benötigen, um den Konflikt verbal angemessen zu lösen. Dabei werden Gesprächsregeln beachtet und der Konflikt mit gemeinsamen Vereinbarungen für die Zukunft aufgearbeitet.